2010-01-16 Landesliga: F1 vs. HSG Argental 25:25 (12:12)

Früher gab es mal die „Regel“, dass ein Unentschieden im Handball ein sehr unwahrscheinliches Resultat ist…

Tritt man aber gegen die Frauen der HSG Argental an, so ist das - aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen - schon fast das Standardergebnis in unserer Landesligastaffel: 6(!) Unentschieden aus 14 Spielen, das soll denen mal jemand nach machen – nervenstark sind sie jedenfalls

So war auch an diesem frühen Samstagabend in unserer Gymnasiumshalle eine Punkteteilung angesagt. Ein Ergebnis, das die Argentälerinnen mehr gefreut haben wird als uns, mit dem aber auch wir gut leben können.

Dabei hatte das Spiel doch so gut angefangen…

Vor sehr gut gefüllten Tribünen waren wir im ersten Viertel der Partie die klar dominierende Mannschaft und konnten uns durch gute Abwehrarbeit bald auf 4:1 und sogar 7:3 leicht absetzen.

Der Schachzug von Horst Mandl, der Amanda in der Defensive eigens auf die rechte Seite gezogen hatte, um dem massiven Angriffsdruck der beiden Schilha-Schwestern den Dampf herauszunehmen, schien zu fruchten!

Allerdings nur bis zur 23. Minute als Amanda da innert 5 Spielminuten bereits ihre zweite  Zweiminutenstrafen ausfasste (wovon eine schon etwas fragwürdig war)… Da unsere Nummer 11 für unsere Offensivarbeit wichtig ist, blieb Horst nichts anderes übrig, als sie in der Defensive aus der „Gefahrenzone“ abzuziehen und sie wieder auf ihrem Abwehrstammplatz einzugliedern.

Bis wir diese Umstellung verkraftet hatten, stand es plötzlich wieder 7:7 und bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der schlussendlich bei 12:12 durch den Pausenpfiff unterbrochen wurde.

Wie so oft nahm man sich in der Kabine viel vor, wurde aber gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit von den Argentälerinnen kalt erwischt. Jetzt waren wir es, die beim Stand von 13:16 plötzlich einem 3-Tore-Rückstand nachrannten. Kaum hatten wir ein Tor aufgeholt, wurden wir durch eine der beiden gegnerischen Flügelspielerinnen wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Bis zum 18:21 – da schienen wir uns endlich gefangen zu haben und konnten durch 5(!) Tore in Folge unsererseits mit 23:21 in Führung gehen. Dreimal durfte Argental jetzt jubeln und waren somit wieder mit 24:23 in Front.

Die letzten Minuten waren eine reine Nervensache und von denen hat Argental eine ganze Menge. So wunderte es auch keinen, dass am Ende nur ein Unentschieden herausschaute – zumal bei einem klaren Foul an einer Lustenauerin in Minute 29:55 der zweiten Halbzeit die Pfeife der beiden Schieris stumm blieb.

Aber was soll’s – wäre eh nicht so sicher gewesen, dass wir den Siebenmeter verwandelt hätten: 2 von 4 war in diesem Spiel unsere magere Ausbeute vom Punkt. 8 von 10 der Argentälerinnen konnte sich da schon eher sehen lassen.

Fazit:
Nach fünf Siegen in Serie mussten wir wieder mal etwas Federn lassen. Durch günstige Resultate unserer direkten Gegnerinnen konnten wir trotzdem unseren zweiten Tabellenplatz festigen – für einen Aufsteiger eine sensationelle Leistung – berechtigt dieser Platz doch zur Aufstiegsrelegation!

Bemerkung: unsere "Schuld" (eine Kiste Bier für die Verlegung des Pokalspiels) haben wir auch beglichen und so sah man die eine oder andere ARgentälerin länger als üblich in unserer Halle

Fotos zum Spiel findest du hierwww.hcl.at/fast_gallery/20100116-frauen-hsg-argental
(wie immer sensationell gut - danke an Helmut S. Newton!

HSG Lustenau-Bregenz vs. HSG Argental 25:25 (12:12) (16.01.2010, Gymnasiumhalle, Lustenau)

Kader Lustenau:
Bitriol Sabine
Bösch Amanda (7); 2M; 2M
Coen Nicole (5/1)
Grabher Olivia
Grabherr Jasmine (1)
Hämmerle Julia
Hollenstein Linda (3); V
Hollenstein Sonja V; 2M
Holzer Adeline  (verletzt)
Hutter Corina (2/1); V
Kurjakovic Anita (2); 2M
Rehmann Jeannine
Sonderegger Tina (verletzt)
Vogel Christina
Waibel Vanessa (5); 2M

Jan Georg Plavec (HSG Argental) sah es so...

1. Mannschaft: Argental kehrt mit einem Punkt heim

    LUSTENAU (jgp) – Argentals Landesliga-Handballerinnen sind mit einem Zähler aus Lustenau heimgekehrt. Beim Tabellenzweiten erreichten sie ein 25:25 – kurz vor Spielende lagen die Gäste gar zwei Tore vorn.

    Es war nicht das erste Mal, dass sich Lustenau-Bregenz und die Argentälerinnen begegneten. Im zweiten Saisonspiel hatte man sich 19:19 unentschieden getrennt, im Bezirkspokal siegte die SGA 24:22 nach Verlängerung. Beide Male stach Lustenaus Konzept einer offensiven Abwehr nicht. Vielleicht stellten die Vorarlbergerinnen auch deshalb ihre Defensive am Samstag komplett um und mauerten, wo es nur möglich war.

    Argental musste sich auf diesen taktischen Schwenk erstmal einrichten. Mit der defensiven Abwehr kamen die Gäste ganz zu Beginn nicht zurecht, lagen 3:7 hinten. Erst als Argental das Spiel breit machte, die Außenspielerinnen Druck machten und an den Kreis einliefen, holte Argental den Rückstand auf. Zur Halbzeit lag das Team von Trainer Steffen Flechsenhar gar mit einem Tor vorn.

    Nach Seitenwechsel war es das erhoffte, erwartete Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellenvierten. Als Argental etwa zehn Minuten vor Schluss mit zwei Toren vorne lag, „war ich mir sicher, dass wir zumindest nicht verlieren“, erklärt Steffen Flechsenhar. Er betont das, denn „2009 hätten wir diese Partie garantiert abgegeben“. So wurde es letztlich – mal wieder – ein Unentschieden. Lustenau-Bregenz fightete bis zum Schluss und kam auch wegen Argentäler Wurfpech zum verdienten Ausgleich. 25:25 stand es am Ende.

    Anstatt über den verpassten Sieg beim Tabellenzweiten zu lamentieren, ist Trainer Flechsenhar hochzufrieden mit dem Ergebnis: „Wichtig war, dass wir aus diesem Auswärtsspiel mehr mitnehmen als nur etwas Erfahrung“, befindet der Coach. Allerdings konnte Argental den Fünf-Punkte-Rückstand auf Platz zwei auch nicht verkürzen. „Den zweiten Platz werden wir nicht mehr schaffen, außer Lustenau leistet sich eine Schwächephase“, sagt Flechsenhar. Nicht aufgegeben habe man aber die Hoffnung auf Platz drei. Auch wenn der nicht mit der Chance auf den Aufstieg verbunden ist, sei die Platzierung wichtig: „Damit setzt man für die neue Saison einfach ein paar Punkte“, findet Flechsenhar.