Spielbericht HC Bösch Bauen+Wohnen Lustenau - HV RW Laupheim 36:23 (21:13)

Am Mittwoch traten die Herren des HC Bösch Bauen+Wohnen Lustenau die schwere Auswärtsfahrt zum Tabellenführer an. Die personelle Situation mit gerade mal 7 Spielern machte diese ohnehin schon schwere Aufgabe nicht leichter.

 

Die Laupheimer Halle war an diesem Feiertag sehr gut besucht und den Zuschauern bot sich ein interessanter Anblick, denn den 7 Akteuren aus Lustenau standen deren 14 aus Laupheim gegenüber. Der gegnerische Trainer konnte somit aus dem Vollen schöpfen, wogegen sich unser Trainer keine Sorgen über Wechselfehler zu machen brauchte.

 

Laupheim startete das Spiel mit der Stammaufstellung, denn sie wollten von Anfang an zeigen, wieso sie sich an der Tabellenspitze befinden. Unsere Herren taten sich anfangs sichtlich schwer gegen die offensive Verteidigung, kamen jedoch durch Kevin Jenni immer wieder zu sehenswerten Toren. Es war jedoch schnell klar, wer hier die Favoritenrolle für sich beanspruchte, denn Laupheim hatte sich nach 15 Minuten schon einen 5 Torevorsprung erspielt (10:5).  Markus Dangel erhielt in der 19. Minute bereits seine 2. Zeitstrafe und somit musste die eh schon ungewohnte Verteidigung nochmals umgestellt werden um nicht Gefahr zu laufen, die restliche Spielzeit in Unterzahl absolvieren zu müssen. Dadurch ergaben sich für die Laupheimer immer wieder Chancen zu leichten Toren zu kommen. Bis zur Pause erhöhten sie über 16:10 auf 21:13.

 

Trotz des hohen Rückstandes begannen die Herren genauso kämpferisch wie in der ersten Halbzeit und verkürzten gleich auf 21:15. Dann der Supergau: Markus Dangel erhielt in der 32. Minute am Flügel seine 3. Zeitstrafe und wurde somit vom Spiel disqualifiziert. Unser "Eins" musste die restliche Spielzeit also zu 5. bestreiten. Wer jetzt befürchtete, die verbleibenden Spieler würden den Kopf in den Sand stecken, wurde eines Besseren gelehrt, denn trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit zeigten unsere Herren immer wieder tolle Aktionen und kämpften bis zum Schluss. Auch die Laupheimer hatten nicht vor, das Spiel jetzt schleifen zu lassen und liefen immer wieder schnelle Konter. In der Verteidigung konnten sie gegen den überragend spielenden Kevin Jenni, der an diesem Tag aus jeder Lage zu treffen schien, jedoch keine Lösung finden. Doch auch andere Spieler wie Marco Hollenstein wühlten sich immer wieder durch die Verteidigung. Dies änderte jedoch leider nichts an der Tatsache, dass das Spiel schlussendlich mit 36:23 verdient an die Laupheimer ging.

 

Unsere Herren zeigten den Zuschauern trotz der denkbar ungünstigen Umstände eine durchaus sehenswerte Partie in der den Laupheimer nichts geschenkt wurde.

Ein Dank an dieser Stelle auch an die Laupheimer Fans, die unseren Mäki auf der Tribüne fürsorglich mit Getränken verpflegt haben um ihn über sein frühes Ausscheiden zu trösten.

 

HC Bösch Bauen+Wohnen Lustenau:

Kohler; Dangel (1), Hanspeter (3), Holzer (4), Jenni (9/1), Köb (2), Hollenstein (4/1)

Bericht des Gegners:

Problemloser 36:23 Erfolg über HC Lustenau

Mit einem 36:23 Erfolg über den HC Lustenau haben die Laupheimer Handballer an Dreikönig souverän die Tabellenführung in der Landesliga verteidigt. Bei der Konstellation Tabellenerster gegen Letzter waren auf dem Papier die Rollen für die Begegnung schon klar verteilt. Noch offensichtlicher wurde es aber kurz vor der Partie, als einem die Gäste aus Vorarlberg schon etwas leid tun mussten: Während Laupheims Trainer Lutz Freybott personell aus dem Vollen schöpfen durfte und Spielmacher Tim Rodloff wegen krankheitsbedingtem Trainingsrückstand sogar komplett schonen konnte, musste sein Gegenüber auf Grund zahlreicher verletzter oder erkrankter Spieler ohne Auswechselspieler in die Partie gehen. Über 3:1 und 6:2 übernahmen die Rot-Weißen von Beginn an die Kontrolle und ließen die Gästen sofort wissen, dass es an diesem Tag eine Niederlage geben und diese recht hoch ausfallen würde. Über 13:7 erhöhten die Laupheimer auf 16:8 und durften sich nach knapp zwanzig Minuten schon über die zweite Strafzeit gegen einen Lustenauer Spieler freuen. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis die HRWler durch die dritte Zeitstrafe dann bis zum Ende der Partie immer in Überzahl agieren durften. Der Pausenstand von 21:13 ging in Ordnung, denn wie schon im Hinspiel blieben die Vorarlberger bei Laupheimer Ballverlusten mit Kontern sehr erfolgreich. Knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es dann auch schon soweit, besagter Spieler wurde durch die Unparteiischen zum Duschen geschickt und mangels Ergänzungsspieler mussten die Lustenauer bis zum Ende zu fünft sich dem Laupheimer Angriffswirbel entgegenstellen. Dieser blieb über weite Strecken durchaus sehenswert, lediglich im Abwehrverband fehlte verständlicherweise das letzte Quäntchen Engagement gegen die immerhin nie aufsteckenden Gäste. Trainer Freybott konnte daher auch genügend Varianten in der Aufstellung testen und seinen Leistungsträgern genügend Pausen geben. Beim 26:16 waren die 10-Tore erstmals geknackt und über 31:21 bis zum 36:23 Endstand blieb die Partie durchaus ansehnlich mit zahlreichen schönen und gelungenen Laupheimer Aktionen. Am Ende nur zufriedenen Gesichter, denn neben zwei Punkten blieben alle Akteure verletzungsfrei und konnten Spielpraxis sammeln für die schwere Partie am 16 . Januar bei der TG Hofen.