Spielbericht HC Bösch Bauen+Wohnen Lustenau - TSG Schnaitheim 24:31 (16:16)

Vergangenen Samstag empfingen unsere Herren den TSG Schnaitheim im "Kellerduell".

 

Letzter gegen Vorletzter, so hieß das Thema des Matches. Im Abstiegsstrudel bereits so gut wie gefangen, wollte die Mannschaft wenigstens vor eigenem Publikum eine vorzeigbare Leistung erbringen, "Für die Fans" war quasi das Motto. Dies gelang in der Anfangsphase auch auf beeindruckende Weise. Durch schöne Tore von Mayer, Hollenstein und Holzer setzte man sich verdient mit 7:2 bereits etwas ab. Die Schnaitheimer, sichtlich überrascht, änderten jedoch ihre Taktik und konnten sich auf 8:6 herankämpfen. Ein kurzer Zwischenspurt reichte zwischenzeitlich wieder für eine 4-Tore-Führung (11:7), doch auch hier hatten die Schnaitheimer eine Antwort und erarbeiteten sich beim 12:12 erstmals den Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt gestaltete sich ein offener Schlagabtausch und es ging 16:16 in die Halbzeit. Den eigenen, sowie den zahlreichen mitgereisten Schnaitheimer Zuschauern wurden von beiden Mannschaften zahlreiche schöne Aktionen gezeigt, die die Stimmung in der Halle natürlich durchaus förderten.

In der Halbzeitpause heizte dann die Lustenauer Schalmeiengruppe der Rhinzigünar den Fans nochmals ein, bevor es in die zweite Spielhälfte ging.

Auch hier ließ die Spannung der Partie bis zum 20:20 nichts zu wünschen übrig. Beide Mannschaften überzeugten immer wieder mit tollen Aktionen. Dann konnten sich die Schnaitheimer 22:26 absetzen. In dieser Phase des Spiels war vorallem das Verletztungspech und die "dünne" Bank ausschlaggebend, dass man mit dem Gästen nicht mehr mithalten konnte. Zahlreiche Fehlwürfe und technische Fehler bescherten den Schnaitheimern genügend Möglichkeiten für schnelle Konter und einfache Tore. Die Spieler der A-Jugend, mit denen der Herren-Kader aufgefüllt wurde, spielten mit hervorragendem Einsatz, konnten die drohende Niederlage jedoch auch nicht verhindern. In der Endphase des Spiels ließen sich einige Spieler durch den aufgekommenen Frust noch zu unnötigen, groben Fouls hinreißen, die die Mannschaft zusätzlich schwächten. Dadurch ging der Sieg mit 24:31 vielleicht etwas zu hoch, jedoch durchaus verdient an die Gäste aus Schnaitheim.

HC Bösch Bauen+Wohnen Lustenau: Kohler, Bösch M, Andersag, Dona, Hollenstein(6), Holzer(8/2), Jenni(2), Köb(2), Maux, Mayer(6), Schneider

 

GUTER BEITRAG

GUTER BEITRAG

Danke ;)

Danke ;)

Bericht des Gegners

Zum Kellerduell ins österreichische Lustenau ging es am Wochenende für die TSG Schnaitheim. Die Vorzeichen für die Grün-Weißen waren klar: will man sich an den letzten Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt klammern, ist ein Sieg im Vorarlberg Pflicht.
Dabei erwischte die TSG alles andere als einen Start nach Maß. Lustenau erzielte leichte Tore aus dem Rückraum und ging schnell mit 3:0 in Führung. Schnaitheim hingegen fehlte im Angriff die nötige Durchschlagskraft, aber auch die im Abstiegskampf erforderliche Abwehrarbeit fand so gut wie nicht statt.  Man konnte zwar zum 3:2 verkürzen, aber die Gastgeber hatten immer wieder die passende Antwort parat und zogen nach gut 10 Minuten auf 7:2 davon. Nach einer völlig verschlafenen Anfangsphase  stabilisierte sich die TSG langsam und konnte Treffer um Treffer aufholen.  Über 8:4, 9:6 und 11:8 war Schnaitheim nach gut 20 Minuten wieder im Spiel. In der Folgezeit entwickelte sich eine offene und ausgeglichene Partie, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Die TSG nutzte nun aber ihre Möglichkeiten besser und konnte zur Halbzeit zum 16:16 ausgleichen.
 

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete: keinem Team gelang es zunächst sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Nach 35 Minuten ging Schnaitheim das erste Mal in Führung (20:21) und konnte diese auch in der Folgezeit behaupten. Die Abwehr arbeitete nun wesentlich besser als noch in Durchgang eins und die TSG hatte mit Torhüter Frank Kurz einen bärenstarken Rückhalt zwischen den Pfosten. Nun gelang es der Truppe von Trainer Stefan Ulrich endlich dass umzusetzen was man sich vorgenommen hatte: aus einer sicheren Deckung heraus leichte Tore über Gegenstoß und zweite Welle erzielen. Beim 21:25 nach 45 Minuten führte die TSG erstmals mit 4 Toren und die Weichen für die immens wichtigen Auswärtspunkte waren gestellt. Lustenau steckte zwar nicht auf, konnte Schnaitheim aber nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen. Den Gästen gelang es immer wieder, selbst in Unterzahl, wichtige Treffer zu erzielen und beim 22:29 nach 55 Minuten war die Vorentscheidung längst gefallen. Die restliche Zeit der Partie spielte die TSG souverän herunter, auch nachdem sich die ansonsten sehr fairen und sportlichen Gastgeber aus Lustenau in den Schlussminuten zu einigen unschönen Aktionen und Fouls haben verleiten lassen.
Letztendlich entführte Schnaitheim beim 24:31, auf Grund einer deutlichen Leistungssteigerung und nur 8 Gegentoren in der zweiten Halbzeit, verdient zwei wichtige Punkte aus der Alpenrepublik und ist somit weiterhin auf Tuchfühlung zum Tabellenmittelfeld.